Aufführung des Lustspiels "Schöne Ferien" am 13. und 14. November 2009
(Bilder von der Generalprobe)

 

"Schöne Ferien" hieß das Lustspiel von Bernd Gombold, das die Theatergruppe des KVD in der zweimal nahezu ausverkauften Gemeindehalle aufführte. Anders als gewohnt spielte das Stück diesmal im Freien auf einem Campingplatz, was einige Anforderungen an die Gestaltung der Kulissen stellte. So waren denn die Zuschauer nicht nur von den Leistungen der Schauspieler begeistert, sondern auch von dem von Horst Michler schön ausgemalten Bühnenbild.
Auf dem Campingplatz treffen sich zwei Familien, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Hier der stets vornehme und korrekte, die Ruhe liebende Gottfried Hansemann (Georg Wilhelm Gilbert) mit seiner fürsorglichen Gattin Gisela (Jutta Sittner), dort der prollige und polternde Klaus Muffel, prächtig verkörpert von Hans Peter Kindel, nebst der um Ausgleich bemühten Ehefrau Erika (Susanne Wirth) und seiner streitlustigen und stichelnden Schwiegermutter Martha (Marianne Maxeiner). Zwei weitere Campingplatznachbarn nerven gehörig, die Dauertelefoniererin und aufdringliche Frauke Brunsberg-Zickenstein (Carmen Gilbert) und der stets aufs Ausleihen versessene Peter (Fred Magenheimer-Winter). Schließlich reist auch noch Hansemanns großspuriger, aber abgebrannter Sohn Tom zusammen mit dem Möchtegernmodel Jenny an, verkörpert von Tobias Otto und Mandy Schmid, die mit einer bemerkenswerten Leistung ihr Debüt auf der Dauernheimer Bühne gaben. Um ihren undankbaren Sohn Tom abzuwimmeln, tauschen die Hansemanns mit Muffels die Zelte und spielen die Bankrotteure, die all ihren wertvollen Besitz verloren haben. Das führt zu erheiternden Szenen, weil die Umkehrung der Verhältnisse auf der einen Seite Klaus Muffel gehörig zu Kopf steigt und andererseits die Hansemanns ungewohnte Einbußen an ihrem gewohnten Lebensstil hinnehmen müssen.
Eingeleitet wurde der Abend wieder von dem schon gewohnten Vorspiel, in dem diesmal Regisseur Helmut Müller und Souffleuse Gabi Schmidt in heiterem Dialog über alles fürs Publikum Wichtige informierten. Für den reibungslosen Ablauf sorgten auch die für Maske und Garderobe zuständige Diana Schmidt und als Techniker für Ton und Licht Ralf Schneider. Der von den wiederum überzeugenden Darstellern aufgeführte, höchst amüsante Schwank sorgte immer wieder für heftige Lacher und Szenenapplaus im Publikum, das auch mit anhaltendem Schlussapplaus nicht geizte. So war es auch kein Wunder, dass man sich gut gelaunt nach den Aufführungen noch bis weit nach Mitternacht im kleinen Saal bei Häppchen und Sekt zusammenfand und sich über das Gesehene und anderes unterhielt.


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