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"Schöne Ferien"
hieß das Lustspiel von Bernd Gombold, das die Theatergruppe des
KVD in der zweimal nahezu ausverkauften Gemeindehalle aufführte.
Anders als gewohnt spielte das Stück diesmal im Freien auf einem
Campingplatz, was einige Anforderungen an die Gestaltung der Kulissen
stellte. So waren denn die Zuschauer nicht nur von den Leistungen der
Schauspieler begeistert, sondern auch von dem von Horst Michler schön
ausgemalten Bühnenbild.
Auf dem Campingplatz treffen sich zwei Familien, wie sie unterschiedlicher
nicht sein können. Hier der stets vornehme und korrekte, die Ruhe
liebende Gottfried Hansemann (Georg Wilhelm Gilbert) mit seiner fürsorglichen
Gattin Gisela (Jutta Sittner), dort der prollige und polternde Klaus Muffel,
prächtig verkörpert von Hans Peter Kindel, nebst der um Ausgleich
bemühten Ehefrau Erika (Susanne Wirth) und seiner streitlustigen
und stichelnden Schwiegermutter Martha (Marianne Maxeiner). Zwei weitere
Campingplatznachbarn nerven gehörig, die Dauertelefoniererin und
aufdringliche Frauke Brunsberg-Zickenstein (Carmen Gilbert) und der stets
aufs Ausleihen versessene Peter (Fred Magenheimer-Winter). Schließlich
reist auch noch Hansemanns großspuriger, aber abgebrannter Sohn
Tom zusammen mit dem Möchtegernmodel Jenny an, verkörpert von
Tobias Otto und Mandy Schmid, die mit einer bemerkenswerten Leistung ihr
Debüt auf der Dauernheimer Bühne gaben. Um ihren undankbaren
Sohn Tom abzuwimmeln, tauschen die Hansemanns mit Muffels die Zelte und
spielen die Bankrotteure, die all ihren wertvollen Besitz verloren haben.
Das führt zu erheiternden Szenen, weil die Umkehrung der Verhältnisse
auf der einen Seite Klaus Muffel gehörig zu Kopf steigt und andererseits
die Hansemanns ungewohnte Einbußen an ihrem gewohnten Lebensstil
hinnehmen müssen.
Eingeleitet wurde der Abend wieder von dem schon gewohnten Vorspiel, in
dem diesmal Regisseur Helmut Müller und Souffleuse Gabi Schmidt in
heiterem Dialog über alles fürs Publikum Wichtige informierten.
Für den reibungslosen Ablauf sorgten auch die für Maske und
Garderobe zuständige Diana Schmidt und als Techniker für Ton
und Licht Ralf Schneider. Der von den wiederum überzeugenden Darstellern
aufgeführte, höchst amüsante Schwank sorgte immer wieder
für heftige Lacher und Szenenapplaus im Publikum, das auch mit anhaltendem
Schlussapplaus nicht geizte. So war es auch kein Wunder, dass man sich
gut gelaunt nach den Aufführungen noch bis weit nach Mitternacht
im kleinen Saal bei Häppchen und Sekt zusammenfand und sich über
das Gesehene und anderes unterhielt.





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